Ergotherapie

Ergotherapie, was ist das eigentlich?

Wie erhalte ich Ergotherapie? 

Therapiedauer 


Therapieschwerpunkte 

Ergotherapie in der Pädiatrie (bei Kindern)

Ergotherapie in der Neurologie

Ergotherapie in der Geriatrie (bei älteren Menschen)

Ergotherapie in der Psychiatrie

Zusätzliche Leistungen


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Ergotherapie – was ist das eigentlich?

Der Begriff Ergo stammt aus dem Griechischen und bedeutet nichts anderes als handeln, tätig sein, arbeiten. Die Ergotherapie (früher als Beschäftigungs- und Arbeitstherapie bekannt) ist schon lange ein anerkanntes Heilverfahren, das über individuell gezielt ausgewählte Aktivitäten Bewegungsfunktionen des Körpers, die geistige Leistungsfähigkeit, die lebenspraktischen Fähigkeiten, aber auch Aufmerksamkeit, Konzentration und Ausdauer verbessern kann. Die Therapie wird sowohl mit Kindern als auch Erwachsenen mit Einschränkungen in den genannten Bereichen durchgeführt.
Kurz zusammenfassend kann gesagt werden, dass bei allen Maßnahmen eine allgemeine Verbesserung der Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität erreicht werden soll.

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Wie erhalte ich Ergotherapie?

Eine ergotherapeutische Behandlung erfolgt auf der Grundlage einer ärztlichen Verordnung, also auf Rezept. Die Verordnung enthält die Diagnose, die ergotherapeutische Maßnahme, die dazu durchgeführt werden soll, und das zu erreichende Ziel. Außerdem legt sie Umfang und Frequenz der Behandlung fest. Der verordnende Arzt kann diese Angaben in seinem Rezept nicht völlig frei bestimmen. Er muss sich an die Vorgaben der Heilmittelverordnung halten. Auf Basis dieser ärztlichen Verordnung führt der Ergotherapeut seinerseits seine Befunderhebung durch.
Sollte der Arzt Ihnen eine Verordnung verweigern, können Sie sich selbstverständlich auch privat ohne Rezept behandeln lassen.

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Therapiedauer

Die Therapiedauer richtet sich nach der Schwere der Beeinträchtigungen und ist daher sehr unterschiedlich. Die Therapiezeiten richten sich nach den Bedürfnissen der Patienten, den erreichten Therapiezielen und nach Absprache mit dem behandelnden Arzt.
Im Regelfall werden Kindern bis zu 60 Therapieeinheiten verordnet (meistens 1 bis 2 Mal pro Woche), Erwachsene erhalten bis zu 40 Therapieeinheiten. Diese Angaben können jedoch individuell variieren. Die Therapiedauer kann verlängert werden, wenn sich im Laufe der Behandlung zeigt, dass weiterer Förderbedarf besteht.

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Therapieschwerpunkte

Ergotherapie in der Pädiatrie

Ergotherapie bei Kindern (Pädiatrie):
- Wahrnehmungsbeeinträchtigungen
- Fein- u. grobmotorische Defizite
- Sensomotorische Beeinträchtigungen – auch im Zusammenhang mit
- sprachlicher Entwicklung
- Aufmerksamkeit, Konzentration u. Ausdauer
- Teilleistungsprobleme, z. B. Lese-, Schreib- u. Rechenschwächen
- Verhaltensauffälligkeiten, z. B. Selbstwertproblematik, Selbstvertrauen
- ADS mit oder ohne Hyperaktivität
- Geistige, körperliche Behinderungen oder Mehrfachbehinderungen

Ziele der ergotherapeutischen Behandlung in der Pädiatrie:
Verringerung der genannten Defizite durch Erhöhung der allgemeinen Wahrnehmungsqualität und der motorischen Fähigkeiten!

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Ergotherapie in der Neurologie

Bei welchen Personen wird Ergotherapie in der Neurologie eingesetzt?
Bei Patienten mit
- Erkrankungen des Zentralnervensystems wie z. B. Schlaganfall, als Folge Halbseitenlähmung, Tumor, Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, entzündlichen Erkrankungen des Gehirns
- Polyneuropathie
- Traumen
- Schädelhirntrauma (SHT)
- Periphäre Lähmung
- degenerativen Erkrankungen des Zentralnervensystems

Ziele der ergotherapeutischen Behandlung:
Die Beeinträchtigungen, auf deren Besserung die Therapie abzielt, liegen
- im motorischen Bereich (Bewegungsplanung und Bewegungsdurchführung, Sensibilität)
- im neuropsychologischen Bereich (Wahrnehmung, Handlungsplanung und Durchführung, Gedächtnis und Konzentration, Orientierung).

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Ergotherapie in der Geriatrie

Ergotherapie bei älteren Menschen (Geriatrie):

In welchen Lebenssituationen benötigen ältere Menschen Ergotherapie?
- Bei Rückgang der körperlichen und geistigen Fähigkeiten
- Bei Mehrfacherkrankungen
- Bei Verlust der alltäglichen Selbständigkeit, Selbstversorgung

Welche Ziele verfolgt die Ergotherapie in der Geriatrie?
Im Vordergrund steht das Bestreben, drohender Abhängigkeit und Isolation entgegenzuwirken und dadurch weitgehende Unabhängigkeit zu erhalten oder wiederzuerlangen. Die noch vorhandenen geistigen und körperlichen Fähigkeiten sollen gefördert und stabilisiert, neue Interessen sollen geweckt werden. Der Therapieschwerpunkt wird gemeinsam mit dem älteren Menschen unter Berücksichtigung seiner persönlichen Lebenserfahrung, seiner momentanen Lebensumstände und seiner individuellen Bedürfnisse festgelegt.

Die Therapie wird auf Wunsch auch im häuslichen Umfeld oder in Heimen durchgeführt.

Weitere Informationen gebe ich Ihnen gern telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch!

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Ergotherapie in der Psychiatrie

Bei welchen Personen wird Ergotherapie eingesetzt?
Bei Kindern und Erwachsenen, die beeinträchtigt sind durch
- psychische u. psychosomatische Störungen
- soziale Anpassungsstörungen
- altersbedingter Funktionsabbau

Mit welchem Ziel und wie wird Ergotherapie bei psychisch Kranken durchgeführt? Gemeinsam handeln die Mitglieder des therapeutischen Teams mit dem Patienten und seinen Angehörigen die Zielsetzung aus, etwa die Wiedereingliederung in den Wohn- oder Arbeitsbereich. Ergotherapie verfolgt als Richtziele dabei

- das Beheben von Defiziten im affektiven, kognitiven und sensomotorischen Bereich
- die Förderung der individuellen Wahrnehmungsfähigkeit
- Die Verbesserung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
- den Erwerb sozialer Kompetenzen
- die Verbesserung der Ausdrucksfähigkeit
- soziale Fähigkeiten

Diese Ziele kann die Ergotherapie durch eine Vielfalt handwerklicher und gestalterischer Mittel und Verfahren, aber auch durch Trainingsmaßnahmen für den lebenspraktischen Bereich, für die Freizeitgestaltung und zur Vorbereitung auf die Arbeitstherapie erreichen.

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Zusätzliche Leistungen

In Anlehnung an PNF und Bobath führe ich auch Dehnungs- und Lockerungsübungen und Massagen, hauptsächlich im Wirbelsäulenbereich (Nacken und Rücken) durch. Diese Behandlung kann als motorisch-funktionelle Leistung über Rezept verordnet werden. Bei Verweigerung eines Rezeptes durch den Arzt steht es jedem Patienten - wie bei jedem der oben aufgeführten Therapieangebote - selbstverständlich frei, die Behandlung als Selbstzahler durchführen zu lassen. Preise auf Anfrage.

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